Gittis Faust

Wer hat noch nie von Goethes Faust gehört? Die Tragödie über den ehrgeizigen Doktor Faust, der mit dem Teufel Mephisto eine folgenschwere Wette eingeht, gehört zu den Klassikern der Weltliteratur. In „Gittis Faust“ habe ich die Geschichte weitergesponnen. Nicht Heinrich Faust, sondern seine geschiedene Frau Gitti ist die Protagonistin der Komödie. Auch sie erhält Besuch vom Teufel, allerdings nicht von Mephisto, sondern vom Weibsteufel Femisto. Zum Preis ihres Seelenheils erhält Gitti eine goldene Kreditkarte, mit der ihr unerschöpfliche Reichtümer zur Verfügung stehen. Nun könnte Gitti ein sorgloses Leben in Saus und Braus führen – wären da nicht ihr Ex-Mann Heinz, der gerade eine Beziehungskrise mit Gretchen erlebt, ihre Freundin Ute, die einem windigen Facebook-Betrüger aufgesessen ist, sowie die geschäftstüchtige Madame Chanelle und der charmante Heiratsschwindler Juan, die alle von Gittis plötzlichem Geldsegen profitieren wollen. Zum Glück sind die Engel Sanfrangel, Makarel, Vollkornmehl und Kartophel zur Stelle, um Gitti vor dem Schlimmsten zu bewahren … 

„Gittis Faust“ ist witzig, turbulent und unterhält das Publikum mit einer kräftigen Portion weiblicher Power. Kann Spuren von Goethe enthalten.

Das Team von Gittis Faust. Von links: Ingrid Raffeiner, Daniela Donati, Selma Mahlknecht, Frieda Gorfer, Monika Vikoler, Richard Schupfer, Steffi Runggaldier, Ruth Kofler, Isabella Rauch, Bärbl Unterweger, Theo Mair, Martina Gögele. Auf dem Bild fehlt Miriam Bertol. Foto von Maria Gapp.

Bei der Uraufführung unter meiner Regie spielten in Naturns:

Monika Vikoler, Ruth Kofler, Miriam Bertol, Daniela Donati, Martina Gögele, Frieda Gorfer, Theo Mair, Ingrid Raffeiner, Steffi Runggaldier, Richard Schupfer und Bärbl Unterweger.

Plakat und Flyer gestaltete Maria Gapp. Theo Mair besorgte Bühnenbild und Lichttechnik, Regieasstistentin war Isabella Rauch.

Gitti (Monika Vikoler) wirft ihren Ex-Mann (Theo Mair) hinaus: „Heinrich, mir graut’s vor dir!“ Probenfoto von Manfred Höllrigl.

Stimmen aus dem Publikum:

Ich war begeistert von dem feministisch gewendeten „Faust“. Die zwei Stunden vergingen rasend schnell.

Alles hat einen guten Fluss und einige Momente sind echte Knaller! Ich bin im Theater ja nicht so leicht zu begeistern, aber dieses Mal habe ich mich mehr als einmal gebogen vor Lachen. Sehr, sehr unterhaltsam und auch clever umgesetzt.

Da war ein starkes Team am Werk! Angefangen beim Inhalt und seinem Sprachwitz, wo immer wieder Goethe durchscheint und durchblitzt. Zudem haben wir nur so gestaunt, wie mit all den anderen „sprachlichen“ Feinheiten, wie Mimik, Gestik, Kleidung und Szenenbild das Ganze zum fesselnden Erlebnis wurde. Ein großer Genuss!

Engelmeister Safrangel (Ingrid Raffeiner) und Weibsteufel Femisto (Ruth Kofler) im verbalen Schlagabtausch. „Ein armer Teufel, dem ein Reim gelungen, glaubt allzu oft, er spräch in Engelszungen.“ Probenfoto von Manfred Höllrigl.

Pressestimmen:

„Gittis Faust“ ist witzig, turbulent und pikant […] Angst vor den heißen Eisen der Gegenwart hat Selma Mahlknecht keine.“ (Der Vinschger, 27.9.2022)

Mein Interview mit Ferruccio Delle Cave, Tageszeitung „Dolomiten“, 4.10.2022

In der neuen Komödie Selma Mahlknechts sprüht es so richtig nach Slapsticks, die aber eine eigene Logik haben und mit viel Witz und Ironie gesprochen werden müssen, um so ihre dramatische Wirkung zu erzielen. (Ferruccio Delle Cave, Tageszeitung Dolomiten, 4.10.2022)

Gittis Freundin Ute (Frieda Gorfer) ist frisch verliebt. Gitti (Monika Vikoler) ist skeptisch. Probenfoto von Manfred Höllrigl.
Die Katze (Ruth Kofler) wird sich bald als Weibsteufel entpuppen: „Das also war der Pussy Kern!“ Probenfoto von Manfred Höllrigl.